Freiwillig auf dem Weg zu mehr Menschlichkeit.

In der heutigen schnellebigen Gesellschaft bleibt Menschlichkeit oft auf der Strecke. Warum sollten junge Menschen nach ihrer Schulzeit für wenig Geld freiwillig arbeiten gehen? Schließlich wird doch in der heutigen globalisierten und technisierten Welt eine Ausbildung oder ein Studium mit 1er-Schnitt im Schnelldurchlauf erwartet. Diverse Praktika und Auslandsaufenthalte on top und das am besten alles, bevor man 30 ist.

Wer sind diese Leute, die freiwillig Gutes tun, obwohl sie bereits einen Beruf erlernt und (lange) gearbeitet haben oder endlich vor dem wohlverdienten Ruhstand stehen? Wir haben bei einigen unserer „Bufdis“ nachgefragt, warum sie sich für diesen freiwilligen Dienst beim Schwesternverband entschieden haben.

Bundesfreiwilligendienst.

Seit dem 1. Juli 2011 gibt es den Bundesfreiwilligendienst, den Nachfolger des bisherigen Zivildienstes – auch beim Schwesternverband. Der BFD ist ein Angebot an alle Bürgerinnen und Bürger, sich außerhalb von Beruf und Schule in sozialen, kulturellen, ökologischen oder anderen gemeinwohlorientierten Tätigkeitsfeldern zu engagieren.

„Bufdi“ kann fast jeder werden, der Dienst steht nicht nur Wehrdienstverweigerern offen. Junge Frauen und Männer zwischen 16 und 27 Jahren können bis zu zwei Jahre lang in Vollzeit-Beschäftigung als „Bufdi“ arbeiten. Doch auch nach dem 27. Lebensjahr steht der BFD für Interessierte offen; dann kann der Dienst auch in Teilzeit geleistet werden. Die Altersgrenze nach oben hin ist offen.

Bufdi werden. Lohnt sich das? Klar, und zwar deswegen:

  • zur persönlichen oder beruflichen Orientierung
  • zur Entwicklung neuer und Stärkung vorhandener Fähigkeiten und Talente
  • zur Verbesserung der späteren Zugangsvoraussetzungen für Studium, Ausbildung und Beruf durch den Erwerb von Fach-, Handlungs- und Sozialkompetenz
  • zum Kennenlernen der sozialen Arbeitswelt
  • ihr bekomm fünf kostenfreie Bildungsseminare und jede Menge Erfahrungsaustausch.
  • ihr erhaltet eine pädagogische Begleitung
  • ein Taschengeld von 195 Euro plus Verpflegungszuschuss
  • plus gesetzlicher Urlaubsanspruch, kompletter Sozialversicherungsschutz
    … und vieles mehr

Auch in den Einrichtungen des Schwesternverbandes – in der Alten- oder Behindertenhilfe – kann ein Bundesfreiwilligendienst geleistet werden. Insgesamt stehen Euch in über 18 Einrichungen Plätze zur Verfügung. Die Einsatzmöglichkeiten stimmt ihr individuell mit den Heimleitern ab. Möglich sind Tätigkeiten in den Bereichen Pflege und Betreuung, Handwerk, Gartenarbeit oder Hauswirtschaft. Ihr leistet wichtige Arbeit, daher versteht es sich von selbst, dass wir unseren Freiwilligen eine kleine Vergütung zahlen.

Bewerbt Euch bei Interesse direkt bei der Heimleitung Eurer Wunscheinrichtung.

Hier erfahrt ihr mehr über unsere „Bufdis“, die momentan einen Freiwilligendienst in einem unserer Häuser leisten.