Umgang mit Verwahrlosungstendenzen bei Menschen mit psychischen Erkrankungen im ambulanten und stationären Setting


Ziel:

„Betreutes Verwahrlosen kann keine fachliche Lösung sein …“

Antriebsstörungen und der Verlust von persönlichen Interessen sind häufiges Merkmal von chronisch verlaufenden psychiatrischen Erkrankungen. Damit einhergehen verändern sich bei vielen Betroffenen die Lebensperspektive und auch die Motivation, das eigene Umfeld oder die eigene Selbstfürsorge zu gestalten. Wir Profis sprechen dann gerne von mangelnder Selbstpflege, Verwahrlosungstendenzen oder vergeben gleich eine passende Diagnose: Messie-Syndrom. Fakt ist, Menschen mit Verwahrlosungstendenzen stellen die Mitarbeiter in der Sozialpsychiatrie vor sehr große Herausforderungen, denn es entstehen hier einige grundsätzliche Spannungsfelder: Individuelle Teilhabe, Selbstbestimmung und Partizipation versuch fachlichem und persönlichem Anspruch einzelner Mitarbeiter, Teams und Institutionen und dem grundsätzlichen Auftrag der Eingliederungshilfe.

Zielgruppe:

Pflegefachkräfte

Inhalte:

  • Antriebs- und Motivationsstörungen im Kontext von psychischen Erkrankungen
  • Reflexion der eigenen Erwartungen und Haltungen zu Klienten
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Umgang mit Widerständen und schwierigen Klienten
  • Motivationsfördernde Sozio-und Milieugestaltung